Symboldbilder: Hamburger Sommer

Den Sommer? Den gibt's hier in Hamburg schon. Und wenn er mal da ist, zelebrieren wir ihn so schön, wie keine andere deutsche Stadt. Der Hamburger Sommer ist kurz aber geil. Klar würden mir 2 - 4 Sonnentage mehr auch gut tun, aber wir wollen ja nicht kleinlich sein, gelle? In diesem Sinne lasse ich heute die Bilder für sich sprechen.

Musik & Du. 020 - September 2016 - Mittelfinger hoch!

As I promised: Heeeeeere we go again! Und zwar diesen Monat mit einer nicht ganz so schmalzigen Themenidee. Denn Musik ist nicht immer nur schön, erinnert uns nicht immer nur an die glänzenden Momente unseres Lebens. Musik kann auch Schmerz und Kummer ausdrücken, die größte Wut und die bitterste Enttäuschung. Und da ich in der letzten Zeit wirklich genug habe von diesen wischiwaschi-pseudo-gefühlvollen Singern und Songwritern, die gern über Blümchensex und Weltfrieden singen. Versteht mich nicht falsch, ich gehöre keinem bestimmten Genre an, ich höre mich quer durch die Musikgeschichte und es gibt durchaus talentierte Männer und Frauen, die mit ihrer Gitarre umzugehen wissen - aber manchmal brauch man auch einfach mal ein bisschen Auf-die-Fresse-Mukke! You know?

Mittelfinger hoch!
Dieser eine Song zum Sauersein, zum Wutrausschreien und Rachepläneschmieden.


Bock? Ich auf jeden Fall! Ich bin gespannt wie ein Bettlaken auf die Playlist, die dabei wieder rumkommen wird und auf die wir alle schön sauer werden können. Schreibt mir den Link zu euren Beiträgen wie gewohnt bis zum 28. September unter diesen Post. Ick freu mir!

Wer neugierig ist, was in den letzten Monaten und Jahren so los war bei Musik & Du. kann sich vorab auch einmal durch die Spotify-Playlisten hören, oder einfach hier klicken und zur gesamten Übersicht gelangen.

riesenentschuldigung - Musik & Du. 019

Es gibt wohl nicht allzu viel zu sagen außer: Entschuldigung. Hier erst groß rumtönen und ankündigen, ich sei wieder voll und ganz rehabilitiert, wieder back in business, wieder am Start und dann lass ich euch fast zwei Monate mit dem Musik & Du. Thema für Juli hängen - das ist wirklich nicht die feine, englische Art. Ich möchte auch gar nicht viel erklären. Ihr kennt das. Manchmal spielt das Leben einfach ganz anders, als man sich das ausgemalt hat und das einzige, was einem dann bleibt, ist das Beste daraus zu machen. Auch versprechen, dass das hier jetzt alles wieder regelmäßig und mit vollen 100 % kommt, kann ich nicht. Wenn ich die Lust und meine Leidenschaft am Bloggen nicht verlieren soll, dann sollte ich mich dem Ganzen so annehmen, wie es kommt, nichts überstürzen und mich nicht zwingen. Aber ich bin nicht aus der Welt. Vor allem auf Instagram bin ich in den letzten Tagen sehr aktiv und ihr seid herzlich willkommen!

Da man aber nun immer zu Ende bringen sollte, was man mal begonnen hat, gibt es von mir, für euch jetzt die kleine Zusammenfassung des letzten Monats. Inklusive meines eigenen Songs. Ich freue mich so, dass einige von euch, trotz meiner Unregelmäßigkeit immer noch dabei sind. Danke! Und.. wieso sind eigentlich so viele eurer Songs für mich Kirmes Lieder?

Kathi träumt sich zurück nach Tunesien, wenn sie "Alors on danse" von Stromae hört:
"Tunesien 2010 war nicht der erste Urlaub alleine. Aber der erste, in dem ich so richtig weit weg war, in einem richtig »fremden« Land und in dem der Begriff Ausleben eine ganz neue Bedeutung bekommen hat. Der ideale Abschluss der Schulzeit, der perfekte Start in einen ganz neuen Lebensabschnitt – den, nach dem Abitur und nach einer Krankheit, die mich über mehrere Jahre begleitet und endlich ihre Finger von mir gelassen hat. Kurzum: Dieser Urlaub war Perfektion pur!"

Chrissie hingegen findet sich bei Chris Brown's "Yeah 3x" auf ihrem Abiball wieder:
"Aber nachdem die erste Stunde mit Schlagern für die Großeltern um war, dann wurde es doch sehr, sehr schön (abgesehen von den exorbitanten, unverschämten Getränkepreisen). All der Streit, der Stress, die Missgunst vergessen. Was blieb, war ein großes Fest mit vielem Tanzen und Freude darüber, den ersten großen Lebensabschnitt gemeistert zu haben und nun in einen neuen, aufregenden überzugehen. Dann hieß es an diesem Abend dann doch nur noch Yeah, Yeah, Yeah. Die dämliche Frisur hatte ich längst vergessen, der Eröffnungstanz endete in Holprigem auf die Füße treten (aber hey, wir hatten unseren Spaß!) und die Schuhe wurden irgendwann eh von der Tanzfläche geschmissen. Das Lied von Chris Brown war zu dieser Zeit eh der Hit im Radio und auch auf dem Abiball wurde es gleich mehrmals gespielt. Einmal auch um Mitternacht, als ich mit meinem Papa zusammen in seinen 50. Geburtstag tanzte."

Ein kleines Fußball-Flashback gibt's bei Nummer Neun und "It's my life" von Bon Jovi:
"Außer vielleicht diesem Lied, mit dem das ZDF seine Übertragungen untermalte. Warum sie sich dabei ausgerechnet bei einem amerikanischen Künstler bedienten, wird wohl auf ewig ihr Geheimnis bleiben, aber der Song hatte das, was einen guten Fußball-Song auszeichnete. Er war flott, er war positiv, er war eingängig, er war das, was man als Stadionrock bezeichnen kann. Eine echty Hymne einer Band, deren Ansehen irgendwann zu Unrecht ins Negative kippte. Es war Bon Jovi mit It’s My Life. Und wie könnte man dazu auch nicht lauthals mitsingen?"

Ganz weit zurück geht es für Finja, wenn sie "Narcotic" von Liquido hört:
"Erst vor kurzem habe ich den Song mal wieder gehört, auf dem 19. Geburtstag meiner besten Freundin. Und sofort fühlte ich mich wieder wie die Zweijährige, die auf der Rückbank des Autos ihrer Eltern sitzt. In einem großen Kindersitz. Die ihren Vater in den Rückspiegel blicken und lachen sieht. Die deswegen noch etwas lauter mitbrabbelt und mit dem Oberkörper hin- und herschaukelt. Worte, die sie lange nicht versteht. Die verlangt, dass die Musik lauter gemacht wird. Die ihrer Mutter versucht, ein bisschen in die Rückenlehne zu treten, damit auch sie sich umdreht und lacht. Und die schließlich, als ihr alles etwas zu viel wird, die Musik wieder leiser haben will, da ihre Puppe schlafen wolle. "

Bei Lady Himmelblau geht es ans Meer zurück, immer wenn "Immer noch" von Farin Urlaub kommt:
"Das Gefühl zu dieser Situation ist definitiv Melancholie. Und ein bisschen Nachdenklichkeit. Es sind die letzten Sommerferien mit meiner besten Freundin. Sie wird nach den Ferien fast 600 km weit weg wohnen und Ende des Jahres nach Amerika gehen für ein halbes Jahr. Wir sind seit einigen Jahren unzertrennlich und jetzt wird sie plötzlich aus meinem Leben gerissen. Das hier ist sozusagen unser Abschied. Es ist ohnehin eine schwere Zeit – immerhin sind wir gerade 16, da ist alles eine schwere Zeit. Aber diese Situation setzt dem Ganzen noch die Krone auf."

Zu guter letzt gibt es eine Ladung Kindheitserinnerungen für Josi bei "Unendlicher als ewig":
"Immer, wenn ich "Unendlicher als ewig" höre, werde ich sofort in die Kindheit zurückversetzt. Wie ich mit meiner Schwester vor dem Fernsehr sitze und wir wirklich a l l e Lieder mitsingen können. Herrlich."

Für mich hat sich in der letzten Zeit (ich hatte ja auch nen knappen Monat länger drüber nachzudenken *hust*) vor allem ein ganz bestimmtes Lied herauskristallisiert, eines, dass mich in meine Teenagerjahre zurückpfeffert, wie kein zweites. Secondhand Serenade - das war die typische Emo-Musik damals. Nur, dass sie da jeder hörte und sich nicht schämte, andere Popstars einfach nicht so zu verstehen. Ohne Frage ist "Your Call" für die Verhältnisse eines 14, 15 jährigen Mädchens schon harter Tobak. Damals war man sich sehr sicher, jeder Liebeskummer sei der schlimmste und würde ganz sicher nie wieder weggehen, doch irgendwann wenn man dann so über 20 wäre, wäre das Leben auch ganz, ganz sicher viel einfacher als jetzt. Pustekuchen, klein Maribel - es wird immer schwieriger. Wenn ich das Lied heute höre, reagiere ich immer ganz unterschiedlich. Kommt immer darauf an, in welcher Stimmung ich mich gerade befinde. Happy? Kein Problem. Dann liege ich lächelnd auf dem Bett und mache mich herrlich lustig über mich selbst und mein Teenager-Ich. Traurig? Vergiss es! Trotz Jugend-Flashbacks bringt mich dieses Lied noch nach all dieser Zeit zum Weinen. Und gefühlt, kommt dann von jedem Liebeskummer, den ich damals hatte ein kleines Stück zum jetzigen dazu. Also, Achtung! Dieses Lied nur hören, wenn ihr auch in einem seelisch gutem Zustand seid, thihi. Und dazu diese wunderbar kitschigen Videos von damals - ich lach mich schlapp!!

Und damit wir alle am Glück, Leid und Spaß der anderen teilhaben können, gibt es hier natürlich gleich die ganze (klitzekleine) Playlist auf Spotify - wie immer. Ich schmuggel noch ein paar Songs dazu, in Ordnung?

Diesen Monat macht das ganze ja nicht mehr wirklich viel Sinn. Aber habt ihr noch Lust? Wollt ihr im September (Himmel, wie schnell ging dieses Jahr wieder vorbei?) wieder loslegen? Gerne, gerne her mit euren Themenvorschlägen. Ihr seid die cooooolsten Kids, ich drück euch.